» Perlen Informationen
Den Namen Biwa-Perlen dürfen nur Perlen tragen, welche tatsächlich aus dem japanischen Biwa-See stammen. Es handelt sich hierbei ausschließlich um Süßwasserperlen.
Perlen, welche an der Muschelschaleninnenseite gewachsen sind und aus der Schale förmlich heraus gesägt werden müssen nennt man Buton-Perlen. Perlen in Herzform, in quadratischer Form oder als Halbkugel, nennt man Mabé-Perle.
Entscheiden für die Beurteilung einer Perle ist ihre Form, das Gewicht und die Größe der Perle, sowie ihr Glanz, ihre Farbe und die Reinheit ihrer Oberfläche.
Im frühen 20. Jahrhundert schafften es die Japaner als erste eine vollrunde gezüchtete Perle heranzuzüchten. Heute sind fast alle Perlen, welche Ihren Einsatz in der Schmuckproduktion finden Zuchtperlen. Bei der japanischen Perle wird hierfür in die Zuchtperle ein runder Kern, welcher aus der Schale einer anderen Muschel stammt, zusammen mit einem Stück Mantelgewebe in eine amerikanische Süßwasserperle eingepflanzt.
Danach wächst die Perle in freihängenden Körben im Meer, für einige Jahre, heran. Jedoch produzieren nur 30 % der Muscheln Perlen. Davon sind ungefähr 3 % perfekt und die höchste Qualitätsstufe erreichen wiederum nur 0,5 %. Diese Quoten ergeben bei einer Einbringung von 25.000 Nukleus ca. 120 Perlen. Diese Zahlen unterscheiden sich ein klein wenig je nach Muschelart, ihren Zuchtbedingungen und Zuchtorten). Zusätzlich kann eine Muschel neben der Zuchtperle auch noch Saatperlen ausbilden. So bezeichnet man eine Reihe sehr kleiner Perlen, die die Muschel ohne menschliches Zutun ausbildet. Außerdem ist es möglich die Muschel mit mehreren Nukleus bestückt werden und so eine höhere Produktion erzielt werden.
Insgesamt können nur wenige Muschelarten Schmuckperlen ausbilden. Perlen die nicht für den Handel geeignet sind, werden bereits auf der Perlenfarm aussortiert und gelangen in Form von Pulver in die Kosmetikindustrie. Aus der Familie der Flügelmuscheln stammt die, bei der Zucht im Meer verwendete, Perlmuschel. Sie gehört zur Gattung Pinctada.
Hier gibt es weiter Unterscheidungen:
Die Pinctada marensii auch als Akoya-Muschel bekannt bringt Perlen bis zu einer Größe von 12 mm hervor und wird hauptsächlich vor den südlichen japanischen Inseln gezüchtet.
Die Pinctada Maxima ist eine außergewöhnlich große Muschel und kann sogar ein Gewicht von über 5 kg erreichen. Diese Muschel kann Perlen bis zu einer Größe von 20mm hervor.
Die Pteria penguin gerne als „Schwarze Flügelmuschel“ bezeichnet produziert die bekannten schwarzen Perlen, welche auch in der Pinctada margaritifera heran wachsen, die sogenannten Tahiti-Perlen.
Die Pinctada margaritfera stammt von der Ostküste Afrikas, dem Roten Meer und dem Persischen Golf, sowie dem indischen Ozean.
Die Pictada radiata stammt aus dem Persischen Golf, dem Roten Meer, und dem Indischen Ozean. Diese Perle wird nur selten gezüchtet und hat somit einen sehr hohen Stellenwert was ihre Naturperle anbelangt.
Die Pinctada mazatlanica kann Perlen von über 20 mm und auch dunkelfarbige Perlen hervor bringen.
Zum ersten Mal wird die Perle wird die Perle in den chinesischen Geschichtsbüchern erwähnt. Es heißt, dass König Yu Perlen als Tribut von einem Fluss erhielt. So steht es in dem Geschichtsbuch von Shu King, welches aus dem Jahr 2206 vor Christus stammt.
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Die Bildung der Perle in der Natur ist nicht genau geklärt. Früher nahm man an, dass ein in die Muschel eingedrungenes Sandkorn der Auslöser oder die Wurzel für die Bildung einer Perle sei. Diese Vermutung wird aber weitgehend von den Wissenschaftlern verworfen. Da die Muschel ja am Boden lebt, und an die Umstände des Bodens bestens angepasst ist, vermutet man heute, dass ein Sandkorn einem solchem Tier eigentlich nichts anhaben kann. Es wird vermutet, dass Zellen der Muschel für die Perlenbildung verantwortlich sind. Diese Epithelzellen gelangen durch Verletzungen, welche durch Parasiten oder anderen Umwelteinflüsse entstehen, in das Innere der Muschel hinein und bilden dort immer noch Schalenbestandteile Diese lagern sich dann, meist rund, um die Zellen in Schichten an.
Es sind die Bewohner vor Ort, die sich mit dieser riskanten Arbeit ihr täglich Brot verdienen.